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Nadelstreifenanzug

Im Hinblick auf die Vergangenheit des gestreiften Stoffs ist es interessant, dass sich der Nadelstreifenanzug während der zwangziger Jahre, in den Zeiten der Prohibition, besonderer Beliebtheit bei den Angehörigen der sogenanten Halbwelt erfreute. Besonders breitgestreifte Stoffe werden bis heute als Mafiosi-Nadelstreifen bezeichnet. In Kombination mit schrillen Krawatten, protzigen Uhren und breitkrempigen Hüten sollte das Tragen des Nadelstreifenanzugs die Message "ich habe es geschafft" transportieren.

Später kopierten Kleinkriminelle zwischen Paris und Sizilien diesen Look. Doch auch elegante Dandys wie Valentino und Gable begeisterte sich für den Nadelstreifenanzug. Er hat sich zu einer Geschäftskleidung verwandelt. Die gültige Regel für die formellste Variante des Nadelstreifenanzugs ist der Dreiteiler, bestehend aus Jackett, passender Weste und Bundfaltenhosen mit mässig weiten Beinen. Für die Auswahl des Stoffes gilt: Nadelstreifen ist nicht gleich Nadelstreifen. Die Faustregel ist: Je weiter die Streifen auseinander liegen und je feiner sie gezeichnet sind, desto seriöser wirkt der Anzug.

Eine erotische Komponente, abgesehen von der Erotik der Macht, die er schon immer ausstrahlte, erlangt der Nadelstreifenanzug durch seinen Einzug in die Damenmode. Nie zuvor wurde erotische Ambivalenz besser verkörpert als durch eine schöne Frau im männlich-dominanten Nadelstreifenanzug.

 
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