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Oberteile mit Spitze
Die Frauenkleidung entledigte sich kurz vor dem Dreißigjährigen Kriege der Polster und Wülste. Der Frauenrock fiel weit und bauschig über die Hüfte. Am langen spitzen Mieder hielt die sich daraus ergebenden geschäftlichen Möglichkeiten damals und in der Folgezeit gut zu nützen verstanden.
Zur Zeit Ludwigs XIV. trug die elegante Dame ein vorn geöffnetes und angehobenes Oberkleid, das sich rückwärts bauschte und in einer Schleppe endete. Das Unterkleid war aus diesem Grunde prächtig staffiert. Des tiefen Ausschnittes wegen zog sich die Taille weit nach unten. Sie war vorn geöffnet und geschnürt und mit einem sogenannten Stecker aus besonders fein verziertem Stoff versehen. Das Dekollete sank manchmal unter die Grenze des Erlaubten. In vielen Städten wurde es ohne viel Erfolg verboten, weil der Oberteil des Leibes nicht ohne Übelstand und Frechheit gänzlich entblößt gesehen werden solle. Schwere Stoffe in Schwarz und Rot oder Gold- und Silberbrokate sowie schwarze Spitzen kamen in Mode. Die Frisur türmte sich, von Bändern gehalten, nach oben, um das Dekollete freizuhalten. Die Fontange, wie diese Haartracht hieß, war nach einer Geliebten des Sonnenkönigs genannt, "ein dumm thiergen, aber schön wie ein Engel" schrieb Liselotte von der Pfalz. Die nach oben strebende weibliche Linie wurde durch Stöckelschuhe verstärkt.
 
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